Laufen für Anfänger

Sie haben es schon oft in Erwägung gezogen, die guten Vorsätze immer wieder verworfen, aber nun steht Ihr Entschluß fest: Das Frühjahr blüht, der Speck muß weg – Sie wollen laufen! Jeder tut es, sogar Ihr Nachbar, und wenn Sie den so betrachten, na dann schaffen Sie das schon lange. Schnell aus der hintersten Schrankecke die Turnschuhe gefischt, die Sie sich vor dreieinhalb Jahren anläßlich einer Betriebsfeier auf der Kegelbahn zugelegt hatten, und los geht es. Ein bis zwei Runden um den Kiessee müssen doch locker drin sein. Leichtfüßig und locker traben sie die ersten hundert Meter los, stolz, Ihren inneren Schweinehund überwunden zu haben. Doch spätestens nach einer halben Umrundung holt Sie die Realität ein. Die Strecke ist doch irgendwie länger als Sie angenommen hatten, Sie kommen mächtig aus der Puste und bemerken, daß die anfangs so bequemen Turnschuhe immer unangenehmer an der Ferse reiben.

Um das Gesicht zu wahren – so mancher Mitjogger kommt Ihnen schon zum zweiten Mal entgegen – bleiben Sie hart und halten eisern durch. Entgegen allen Vorhersagen, wie gut man sich nach etwas sportlicher Betätigung fühle, sind Sie am Abend völlig erledigt, spüren, wie der Muskelkater unbarmherzig in Ihre Beine kriecht, und zu allem Übel hat sich an Ihrer rechten Ferse eine Blase gebildet. Dies könnte das frühe Ende einer hoffnungsvollen Läuferkarriere sein – und wenn Sie nicht gestorben sind, dann laufen Sie auch heute nicht.

Doch halt! Ihr Entschluß, endlich in Bewegung zu kommen, war absolut richtig! Und seien Sie sich sicher: Sie können auch anders. Deshalb an dieser Stelle ein paar Tips und Tricks, wie Sie aufkommendem Sportfrust erfolgreich begegnen können.

1. Zunächst zum Turnschuhmodell »Kegelbahn«. Gar nicht wahnsinnig teuer, aber ein ungeheurer Zugewinn für Laufkomfort und belastete Gelenke sind ein paar einfache Laufschuhe. Lassen Sie sich im Sportgeschäft beraten, und scheuen Sie sich nicht, die Schuhe auf dem Laufband auszuprobieren.

2. Versuchen Sie es am Anfang mal mit zwei Minuten Laufen, zwei Minuten Gehen – und das im Wechsel über 20 – 30 Minuten. So können Sie langsam aber sicher den gelaufenen Anteil steigern, bis Sie es schaffen, die gesamte Zeit zu laufen. Wichtig ist dabei die Ausdauer und Kontinuität Ihres Trainings. Dreimal die Woche sollten Sie sich diese halbe Stunde schon Zeit nehmen. Wenn Sie dabei immer noch heftig aus der Puste kommen, dann lassen Sie sich doch mal in einem Fitneßstudio auf Ihre Belastungsgrenzen testen. Manchmal kann auch ein Belastungs-EKG beim Hausarzt hilfreich sein.

3. Und zu guter Letzt ein paar einfache Dehnungen nach dem Laufen nicht vergessen, um dem drohenden Muskelkater

frühzeitig vorzubeugen.


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